Flipboard: Ein neuer Reader für das iPad – nur in schön
In die Diskussion, ob es für das iPad einen wirklichen Usecase gibt, möchten wir uns lieber nicht einmischen. Befürworter und Gegner werden gewiss gleichermaßen gute Argumente für und wider das Spielzeug aus dem Hause Apple finden. Im Kampf von ratio gegen emotio ist bei diesem Thema ohnehin allenfalls ein Unentschieden rauszuholen.
Gehen wir aber mal davon aus, Ihr gehört wie einige von uns zu denen, die schon eine ganze Liste von Usecases imaginiert hatten lange bevor sich zahlreiche Menschen vor den Applestores dieser Welt die Füße nach dem Wunderding platt standen, dann dürftet Ihr vom neuesten Stern am iPad-App-Himmel mindestens genau so begeistert sein wie wir es sind.
Die Rede ist von Flipboard – dem persönlichen Social Magazin fürs iPad. Mit Hilfe von Flipboard könnt Ihr verschiedene RSS-Feeds (z.B. aus Facebook oder Twitter) an zentraler Stelle sammeln und Euch diese in hübscher Magazinform anzeigen lassen. Damit Ihr Euch damit nicht zu viel Arbeit machen müsst, hat Flipboard für den Anfang schon ein paar ausgewogene themenspezifische Magazine auf Basis von beliebten Blogs für Euch zusammengestellt. So findet man etwa bei FlipGreen Einträge von Treehugger und bei FlipDesign solche von design milk.
Durch das Magazin navigieren Euch – in alter iPad-Manier – Eure Fingerspitzen fast wie von selbst. Natürlich lassen sich alle Artikel auch einzeln aufrufen, kommentieren, weiterleiten und bei Twitter posten – das Flipboard funktioniert hier in etwa wie ein Reader, nur in hübsch. Auch Euer eigenes Facebook oder Euren Twitter-Account könnt Ihr Euch als digitales Hochglanzmagazin anzeigen lassen.
Während die Macher von Flipboard ganz sicher den Usecase des iPads verstanden haben, haben sie sich in Sachen Schlagkraft ihrer App wohl leider selbst gehörig unterschätzt. Der riesige Ansturm auf die App seit dem gestrigen Launch hat scheinbar bereits die ersten Server überlastet: Die Möglichkeit zur Verbindung mit den eigenen Facebook- und Twitter-Accounts wurde bis zur Erweiterung der Kapazitäten vorerst ausgesetzt. Wenn die Kinderkrankheiten erst mal im Griff sind, wird Flipboard sicher schon bald jedes iPad schmücken. Applikatione wie Flipboard zeigen sehr deutlich, wohin die Reise dank iPad und Co. gehen wird.



