Beim letzten, sehr seafood-lastigen Kundenbesuch in Singapur kam einiges auf den Tisch, das man, um es gelinde auszudrücken, so noch nicht kannte und zu schätzen wusste, von der “Singapore Chilli Crab” über die “Bamboo Clam” bis zum karamelisiert wirkenden “Crispy Baby Squid”. Aber wenn wir dem Kunden in den Meetings erklärten, dass man auch mal etwas wagen muß, um Neues kennenzulernen und mit der eigenen Organisation weiterzukommen, dann darf man auch selbst nicht zurückschrecken beim Betreten von – Achtung, Wortspiel – Neuland. Eine kleine Impression der exquisiten kulinarischen Neuentdeckungen anbei.
Agentur für Kommunikation
Natürlich kaufen wir nie was und sind jeglicher Konsumhysterie völlig abhold (um hier auch dem aussterbenden “abhold” mal wieder ein kleines Reservat einzuzäunen). ABER wir surfen, wir lesen, wir schmökern, wir blättern und finden Produkte, in denen eine Idee steckt, die wir gut finden. Wir müssen ja nicht gleich kaufen, sondern können auch einfach gut finden, uns einen sinnvollen Gebrauch vorstellen und vor allem loben, loben loben. Und deshalb loben wir hier passenderweise über den grünen Klee die Flower Grenade des englischen Design-Versands SUCK UK als ein schönes Mitbringsel für diverse langweilige Parks, Vorgärten, Verkehrsinseln, Blumenbottiche und -tröge. Oder einfach jenes kleine verödete Stück Land, das einen schon lange ärgert – ganz im Sinnes des aktiven Guerilla Gardenings.
Nur bitte Achtung beim beherzten Wurf über fremde Zäune: immer vorher vergewissern, wer auf der Wiese steht.
Via KarmaKonsum

Ja, das fanden wir sehr schön, das Projekt, dem sich die Seite Stereoshack verschrieben hat. Uns hatte ja schon in jungen Jahren gewundert, warum auf den alten Platten “Stereo!” immer so auffällig vermerkt war. Aber man ist eben schon in einer Stereowelt aufgewachsen und hat die graue schwarz-weiße Mono-Zeit nicht so mitbekommen. Was heute Digital-5.1-Surround-Monster-Sound ist und im Kino das Aufreißen einer Chips-Tüte zur Soundwall macht, war in frühen Jahren eben der 2. Lautsprecher, der einen Raumklang schuf.
Und das hat die Grafiker natürlich beschäftigt: wie stellt man einen Sound dar? Die Beispiele auf Stereoshack sind wunderbar und zeigen nebenbei, dass das Grafikdesign sich auf Platten (nur antiquarisch geprägte Cordhosen-Träger sagen ja das bescheidwisserische “Vinyl”) zu einer Höhe aufgeschwungen hatte, die von CDs nie erreicht wurde. Grafik für die Ohren!
Wie wäre das denn, so ohne Autos? Während die einen da nur leere Straßen sehen, auf denen man ordentlich brettern kann, hören wir in diesem schönen Video Vögel twittern zwitschern und denken dran, auf dem Rennrad den Kopf zu senken und loszukurbeln.
Die Arbeit des jungen Filmemachers Ross Ching fügt mal nicht – wie so viele andere Animationsprojekte – Neues hinzu, sondern löscht das Alte:
Running on Empty from Ross Ching on Vimeo.
Gefunden in einem Tweet von dudeonabike, Musik von Radiohead.
Huch, das sind aber drastische Worte. Wie heise berichtet, ist es die Aufgabe von Ryan Gavin, seines Zeichens Chef von Microsofts Plattformstrategie, den Internet Explorer 6 zu “zerstören”. Das ist mal eine deutliche Ansage, nachdem Google bereits im Januar das langsame “Ausphasen” der IE6-Unterstützung angekündigt hatte. Sehr schön dazu auch die Kampagne von Microsoft Australien: “You wouldn’t drink 9 year old milk”. Hmmmmmmmm, lecker.
Und in der Tat sollte man sich überlegen, was für einen volkswirtschaftlichen Schaden dieser oftmals nicht standardkonforme Browser schon angerichtet hat: graue Haare bei unzähligen Entwicklern, unendliche Stunden der Produktion von HTML-”Workarounds” und Browserweichen, lange Nächte bei Testern, Ärger bei Nutzern, Retro-Lösungen im Design.
Wir freuen uns auf die neuen Zeiten (auch wenn wir eh lieber Firefox benutzen ;-)
Was kommt da demnächst im Internet? Wie geht das weiter mit der Vernetzung? Und wie finden wir im großen Netz, was wir suchen? Und wieso bedeutet “relationship” demnächst etwas ganz anderes? Sind dann meine Freunde nur Links? Hier ein kleiner Blick in die Zukunft und die Fragen, die uns dort gestellt werden:
Web 3.0 from Kate Ray on Vimeo.
Sehr schön auch das Grinsen von Tim Berners-Lee am Ende des Films. Es zeigt, dass man “Kontrolle”, “Pläne” und “Visionen” für das Netz getrost vergessen kann. Es passiert einfach.
Von Kate Ray via Spreeblick.

Wie hilft man einem globalen Unternehmen wie der BASF bei der Vereinfachung seiner Prozesse?