Es ist vielleicht schon normal, aber auf keinen Fall selbstverständlich und deshalb immer wieder erstaunlich, dass ein so großes Unternehmen wie Google sich selbst häufig über eine Ästhetik vermarktet, die von anderen so gut wie gar nicht genutzt wird. Trotz eines aktuellen Firmenwerts von 66,9 Mrd. €, einer im Wortsinne globalen Aufstellung des Unternehmens und einer schier unglaublichen Zahl von Servern, die im Besitz von Google sind, stellt das Unternehmen sich und, vor allem, seine Produkte bevorzugt in Comic-Form oder anderen spielerischen und verspielten Formen dar.
Damit ist nicht nur die eher unwichtige Tatsache gemeint, dass eins der mächtigsten Unternehmen der Welt sein Logo auf seiner wichtigsten Website immer wieder aufgrund der merkwürdigsten Anlässe (Antonio Vivaldis 332. Geburtstag, what a day!) durch naive Zeichnungen verfremden läßt (gemeint sind die bekannten Google Doodles, hier die offizielle Sammlung), sondern zum Beispiel auch, dass der Browser Google Chrome der Netzgemeinde mit einem Comic vorgestellt wurde. Man stelle sich das gleiche Problem bei einer deutschen Firma vor, die auf einem hart umkämpften Verdrängungsmarkt mit einem neuen Produkt landen will: wer würde da auf die Idee kommen, mit einem Comic den Kampf um Marktanteile anzugehen? Hier weiterlesen…
Die Aussprache unseres Topthemas ist auch für Sprachprofis aus dem Nachrichtensektor nicht immer einfach, wie dieses wirklich anschauliche Video zeigt. Wir können uns noch nicht ganz entscheiden welcher Reporter uns den nun am besten gefällt oder ob wir doch auf Text to Speech umschalten wollen.
Hier eine schöne Sicht auf das, was uns als Nachrichten verkauft wird. Gleichzeitig zeigt der Film deutlich, wie die “alten Medien” funktionieren und woher ihre Probleme kommen, vor allem in der Wahrnehmung durch junge Menschen:
Die Sicht aus nur einer Perspektive (der “neutralen”), die journalistische Bescheidwisser-Haltung und das Ausblenden anderer Sichtweisen führen gerade bei der YouTube-Generation zu dem Verdacht, dass hier Manipulation (statt Information) im Spiel ist. Die Meinungsbildung im Netz findet dagegen diskursiv, multiperspektivisch, unter Berücksichtigung vieler Meinungen (vor allem der “Freunde”) statt, ist dafür aber auch wesentlich kurzlebiger und dynamischer. Die neuen Öffentlichkeiten in Blogs, Facebook, YouTube, Twitter und StudiVZ scheren sich in ihrer Informationsbeschaffung nur noch wenig um das hier karikierte Gebaren der Nachrichtensendungen, sind deshalb allerdings auch schwerer greif- und steuerbar. Wer weiß, vielleicht sind die Tagesthemen demnächst nur noch ein YouTube-Kanal unter vielen. Nach der Musikindustrie filmen jetzt die Medien (im obigen Video die BBC) ihre eigene Metamorphose, danach können die Verlage über ihren Untergang schreiben.
Wir sind ja eh eifrige Propagierer und Weitererzähler und Einverstanden-Seiende und Unterstützer von Peter Kruse, dessen Arbeiten, Meinungsäußerungen (wir sagen nur: Peter Kruse auf YouTube) und akademische Arbeiten wir sehr schätzen. Aber hier dann doch nochmal geteilt mit der Holzwelt da draußen die sehr lehrreiche, interessante und an wertvollen Einsichten reiche Präsentation, die Peter Kruse auf der zur Zeit noch laufenden re:publica 2010 gehalten hat: republica2010 UPDATE: den Vortrag von Peter Kruse gibt es jetzt auch komplett als Video mit obiger Folienbegleitung, also so eine Art Bildungsfernsehen für Internetmacher…
Eine wunderbare Zusammenfassung der re:publica 2010 – inklusive Kurzinterviews mit Jeff Jarvis, Lorenz Lorenz-Meyer und Peter Kruse (bei 21:20)!! – findet sich im Podcast des radio eins Medienmagzins vom 17.4..
Seit Anfang März 2010 gibt es Neuland + Herzer gleich in dreifacher Ausführung. Neben Frankfurt und Berlin sind wir nun auch im schönen München aktiv.
Mein Name ist übrigens Melanie Voß. Ich bin Anfang März zu Neuland + Herzer gestoßen und habe die Regie am neuen Standort (in der Bauerstraße im liebreizenden Schwabing) übernommen. Außerdem betreue ich als Senior Project Managerin ganz unterschiedliche Projekte für unsere Kunden.
In meinem früheren Leben habe ich verschiedene Funktionen in den Bereichen PR, Marketing, Web- und Event-Management inne gehabt. Unter anderem habe ich für die Deutsche Bank, die Hilti Aktiengesellschaft sowie für eine Kommunikationsberatung gearbeitet. Wer mehr über mein berufliches Vorleben wissen möchte, findet mich bei Xing und LinkedIn.
In meiner Freizeit dreht sich fast alles um Social Media. Ich bin aktive Twitterin und betreibe außerdem zwei Blogs. Die Möglichkeiten, die das “soziale Netz” mit sich bringt, sind für mich täglich aufs Neue ein großes Faszinosum und ich bin äußerst gespannt, wohin sich das Ganze noch entwickeln wird und wie sich unsere Kommunikation im Privaten aber auch im Geschäftlichen verändern wird.
Vergangene Woche schien fast ganz im Zeichen von Apple und seinen aufregenden Releases zu stehen. Zum einen fand der Launch des “vergrößerten iPhones” aka iPad am 3. April 2010 in den USA statt. Einige oder vielmehr gesagt einige mehr teilten auch gerne ihre anstrengende iPad Eroberung der Welt mit:
Bereits das zweite Mal werden wir mit dem Urban Art Guide im renommierten Trendwatching-com Report geadelt. Der Trendwatching Report ist hintergründig, gut recherchiert und liefert seinen Kunden quasi fertige Steilvorlagen für deren eigene Präsentationen. Vom adidas Urban Art Guide wird unter der Überschrift Transparency & ‘In the know’ berichtet. Hier gibt es mehr zu lesen: http://trendwatching.com/briefing